Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Leopoldina-Studie verkennt Vorteile von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich und bestehende Nachhaltigkeitsregeln

Berlin,

In der aktuellen Studie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Biomassenutzung verkennen die Autoren wesentliche Vorteile der Nutzung von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich. Denn hier gibt es außer Biodiesel und Bioethanol derzeit keine andere einsatzfähige Alternative zu fossilen Kraftstoffen. Auch die von der Leopoldina empfohlene Solar- und Windenergie spielt für den Straßenverkehr keine Rolle, weil von den rund 51 Millionen Fahrzeugen in Deutschland nur etwa 4.600 einen elektrischen Antrieb haben. Biodiesel und Bioethanol unterliegen in ihrem gesamten Herstellungsprozess strengen Nachhaltigkeitskriterien. Die im gesamten Produktionsprozess der Biokraftstoffe auftretenden Treibhausgasemissionen müssen mindestens 35 Prozent niedriger sein als die Treibhausgasemissionen von fossilen Kraftstoffen. Von der Biokraftstoffproduktion ausgeschlossen ist Biomasse, die von besonders schützenswerten Flächen kommt wie ehemaligen Regenwäldern oder Torfmooren. „Die Leopoldina empfiehlt letztlich, weiter auf fossiles Erdöl im Verkehr zu setzen – ein Unding angesichts der massiven Schäden und Risiken für Umwelt und Klima. Die problematische Erdölförderung in der Tiefsee oder in der Arktis und die Abholzung zur Ölsandgewinnung sollten auch der Leopoldina bekannt sein. Die Verfasser der Studie übersehen Realitäten in den Möglichkeiten von Elektromobilität und haben sich offenbar nicht ausreichend mit der europäischen Gesetzgebung zur Nachhaltigkeit auseinandergesetzt“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).

Biokraftstoffe führen entgegen vielfach geäußerten Annahmen nicht zu vermehrtem Hunger in Entwicklungsländern. Die Ursachen für Mangelernährung sind vielmehr Armut, schlechte Regierungsführung, Korruption, Bürgerkriege und Wetterextreme.

„Alle Experten vertreten die Auffassung, dass der Verbrennungsmotor in den kommenden Jahrzehnten weiter die entscheidende Rolle spielen wird, besonders im Güterverkehr. Mit ihrer unrealistischen Empfehlung für Sonnen- und Windenergie bleiben die Autoren der Leopoldina jede Antwort auf die Frage schuldig, wie schmutzige fossile Energie im Straßenverkehr ersetzt werden kann“, sagte Baumann.

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