Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Biokraftstoffindustrie kritisiert Studie des BioÖkonomieRats zu Bioenergie

Berlin,

„Die Herstellung von Biodiesel und Bioethanol führt nicht zu weltweiter Nahrungsmittelknappheit oder steigenden Lebensmittel- und Landpreisen. Ihre Produktion ist nachhaltig und bringt eine Minderung der Treibhausgasemissionen von mindestens 35 Prozent im Vergleich zu fossilem Kraftstoff“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Er äußerte sich anlässlich der Veröffentlichung einer Studie des Deutschen BioÖkonomieRats, die am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. In der Studie kritisieren die Autoren die Ausdehnung des Anbaus von Energiepflanzen. „Hunger entsteht in erster Linie durch Armut, Krieg und ungerechte Verteilung. Biokraftstoffe für den Hunger verantwortlich zu machen, ist abenteuerlich“, sagte Baumann. Es gebe keinen anderen Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugung, dessen Nachhaltigkeit so stark gesetzlich geregelt ist wie die Herstellung von Biokraftstoffen.

Die Analyse der Studie sei nicht tiefgreifend genug und verkenne die tatsächliche Marktsituation. Die deutsche Biokraftstoffindustrie verwende fast ausschließlich in Deutschland und der EU angebaute Agrarrohstoffe, um daraus Biodiesel und Bioethanol zu produzieren. Nicht zuletzt durch die europäische Biokraftstoffproduktion sei es gelungen, den schädlichen Dumpingexport von EU-Überschüssen in Entwicklungsländer zu beenden. Unberücksichtigt bliebe auch der Einsatz von alternativen Rohstoffen wie Altspeisefetten, der nach dem Willen der Bundesregierung sogar besonders gefördert werden soll.

Biokraftstoffe nehmen im Vergleich zu anderen Erneuerbaren Energien eine Sonderrolle ein. Denn sie sind derzeit die einzige in größerem Umfang vorhandene Alternative zu herkömmlichem Diesel und Benzin. Dagegen gibt es für Wärme und Elektrizität mehrere Erneuerbare Energieträger, die fossile Quellen ersetzen können. „Diese Sonderrolle erkennt der BioÖkonomieRat in seiner Studie nicht. Er lässt damit eine der wesentlichen Vorteile von Biodiesel und Bioethanol außer Acht“, sagte Baumann.

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