Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Biokraftstoffe können ausgleichend auf Kraftstoffpreise wirken

Berlin,

Die aktuelle Diskussion um die hohe Preisbelastung der deutschen Autofahrer zwingt zum Nachdenken, alternative Kraftstoffe verstärkt zu fördern: Derzeit sind Biodiesel und Bioethanol die einzige Alternative zu fossilen Kraftstoffen.

In der öffentlichen Diskussion werden bereits verschiedene Maßnahmen diskutiert, um die Verbraucher zu entlasten. Die populärsten Forderungen sind eine Erhöhung der Pendlerpauschale oder eine Senkung der Energiesteuer.

Vor dem Hintergrund, dass die Wurzel des Problems die begrenzte Verfügbarkeit fossiler Energieträger und der begrenzte Wettbewerb im Kraftstoffmarkt sind, sagt Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindust-rie (VDB):

„Weder eine Senkung der Energiesteuer noch eine Erhöhung der Pendlerpauschale packen das Übel bei der Wurzel. Auch sind beide Maßnahmen kurzsichtig in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Um die Probleme im Kraftstoffsektor anzugehen, ist es not-wendig, Alternativen zu fossilem Benzin und Diesel einen besseren Marktzugang zu ermöglichen“.

Biodiesel und Bioethanol können den Wettbewerb im Kraftstoffmarkt beleben. Aktuell zeigt sich, dass die höhere Beimischung von Ethanol im Super E10 eine preissen-kende Wirkung hat: Der Preisabstand von E10 zu E5 ist von 3 auf 4 Cent pro Liter gestiegen.

Denkbar ist beispielsweise eine Steuerreduzierung für den beigemischten Anteil von Biokraftstoffen, der bislang voll besteuert wird. Des Weiteren ließe sich die Besteue-rung von reinem Biodiesel (B100) absenken, um B100 wieder konkurrenzfähiger zu fossilem Diesel zu machen. Die Steuerbegünstigung für B100 hatte bis 2007 für eine beispiellose Belebung des Kraftstoffmarkts und massiven Wettbewerb im Diesel-markt gesorgt.

„Es ist nicht sinnvoll, fossile Kraftstoffe durch eine Steuersenkung attraktiver zu ma-chen. Wer Biokraftstoffe steuerlich besser stellt, fördert Wettbewerb und Umwelt-schutz“, so Baumann.

Zurück