Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Werksbesuch von Eckhardt Rehberg und Karin Strenz (beide CDU) in Sternberg: Mecklenburger Biodieselhersteller fordert von Bundesregierung Unterstützung

Berlin,

Anlässlich eines Werksbesuches der beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg und Karin Strenz in der Biodieselanlage in Sternberg forderte heute deren Geschäftsführer Axel Becker, dass die Bundesregierung auch solchen Biodiesel als Biokraftstoff anerkennt, der aus tierischen Abfallfetten hergestellt wird. Denn während andere europäische Länder wie die Niederlande Biodiesel aus Schlachtabfällen besonders fördern, gilt er hierzulande nicht als Biokraftstoff. ecoMotion stellt in Sternberg Biodiesel aus Raps für den deutschen Markt her und produziert in Malchin Biokraftstoff aus tierischen Fetten, den er in die Niederlande transportieren muss, um ihn dort zu verkaufen. „Wir werden uns in den Fachausschüssen im Bundestag dafür einsetzen, dass der in Mecklenburg-Vorpommern produzierte Biokraftstoff auch hierzulande verwendet werden kann – alles andere wäre widersinnig“, sagte Strenz. Biodiesel aus tierischen Fetten vermindert den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen um rund 90 Prozent, Rapsbiodiesel um etwa 66 Prozent. „Es ist im Sinne der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes angebracht, Tierfette auch in Deutschland für Biodiesel zu verwenden. Um die Arbeitsplätze in der Region zu sichern, werden wir ecoMotion dabei unterstützen, dass Biodiesel aus Tierfetten in Deutschland genutzt werden kann“, sagte Rehberg.

Für den Produktionsstandort in Sternberg ist es nachteilig, dass Biodiesel aus Tierfett in Deutschland nicht abgesetzt werden kann. Denn hierzulande werden Biokraftstoffe nach ihrer Treibhausgasminderung gefördert: Je weniger Treibhausgase sie ausstoßen, desto wertvoller sind sie. „Wenn wir den Rapsbiodiesel aus Sternberg mit dem Tierfettbiodiesel aus Malchin mischen dürften, könnten wir eine höhere Treibhausgasminderung erreichen und damit den Absatz für beide Werke sichern“, sagte Becker.

„Die Tatsache, dass sich Biodiesel auf Basis von Tierfett durch eine hohe Treibhausgaseinsparung  auszeichnet, muss von der deutschen Politik berücksichtigt werden“, sagte Elmar Baumann. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass dieses Produkt, das aus Abfällen anderer Industrien hergestellt wird, durch gesetzliche Einschränkungen in Deutschland blockiert und in anderen Ländern gefördert wird.“

In dem Werk in Sternberg können die 50 dort beschäftigten Mitarbeiter im Jahr 100.000 Tonnen Biodiesel herstellen. Als Rohstoff nutzen sie Rapssaat von Händlern aus der Region.

In Malchin sind 6 Mitarbeiter tätig, sie produzieren bis zu 10.000 Tonnen Biodiesel pro Jahr. Die dort verarbeiteten gefallenen Tiere stammen von den Landwirten aus der Umgebung der Produktionsanlage. „Mit der Förderung von Biodiesel stärken wir nicht nur die Arbeitsplätze in Sternberg, sondern sichern den Absatz der Rapsbauern in ganz Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Rehberg. „Die Zulassung von Biodiesel aus Tierfett würde gleichzeitig die Wettbewerbsposition der hiesigen Produktion auf Basis von Raps massiv verbessern.“

 

Ein Hintergrundpapier zu dem Thema "Biokraftstoffe aus Tierfetten" finden Sie hier.

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