Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Michael Thews (SPD) besucht Biodieselwerk in Lünen

Berlin,

Anlässlich des heutigen Werksbesuches des Bundestagsabgeordneten Michael Thews (SPD) in der Biodieselanlage von ecoMotion in Lünen forderte deren Geschäftsführer Robert Figgener, dass die Bundesregierung der Biodieselbranche keine unnötigen Hindernisse in den Weg legt. So sei es nicht hinnehmbar, dass Biodiesel aus tierischen Abfallfetten in Deutschland nicht als Biokraftstoff anerkannt wird. ecoMotion produziert in Lünen Biodiesel aus tierischen Fetten, der nach Italien transportiert werden muss, um ihn dort zu verkaufen. „Während Italien Biodiesel aus Schlachtabfällen besonders fördert, gilt er hierzulande nicht einmal als Biokraftstoff und wird daher nicht von der Mineralölindustrie eingesetzt. Das ist absurd“, sagte Figgener. Biodiesel aus tierischen Fetten vermindert den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen um rund 90 Prozent. „Mein Herz schlägt besonders für Biokraftstoffe aus Abfällen. Kriterium beim Einsatz von Biokraftstoffen muss die Nachhaltigkeit sein, um die Klimaschutzziele zu erreichen, die bisher im Verkehrssektor deutlich verfehlt wurden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass der in Lünen produzierte Biodiesel auch hierzulande verwendet werden kann“, sagte Thews. Da Biodiesel aus Tierfetten eine besonders hochwertige Nutzung von Reststoffen darstellt, gilt er aus Sicht der Europäischen Union als fortschrittlicher Biokraftstoff, dessen Produktion nach dem Willen der Europäischen Kommission ausgebaut werden soll. „Der Verkehr ist eine der größten Herausforderungen für die Energiewende.“, sagte Thews. „Es ist zu prüfen, ob der treibhausgaseffiziente Kraftstoff aus Tierfetten als Biokraftstoff anerkannt werden kann und für die Deutsche CO2-Minderung anerkannt wird. Damit unterstützen wir nicht zuletzt die Arbeitsplätze in Lünen und der Region.“

Eine weitere Herausforderung für das Werk in Lünen stellen Importe von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien in die Europäische Union dar, dessen Herstellung dort mit unfairen Subventionen gefördert wird. Die Importe aus Argentinien werden ab heute von der Europäischen Kommission registriert, damit sie auch rückwirkend mit Strafzöllen belegt werden können. Figgener begrüßte die Registrierung der Importe. „Ab jetzt kommt argentinischer Biodiesel nicht mehr ungehindert in die EU, das ist eine gute Nachricht für uns in Lünen“, sagte Figgener.

ecoMotion produziert in Lünen pro Jahr rund 50.000 t Biodiesel aus tierischen Fetten, der bis zu 90 Prozent weniger Treibhausgase ausstößt als fossiler Diesel. ecoMotion hat damit rund 35 Arbeitsplätze in Lünen geschaffen und sichert Beschäftigung in der Region. Die Biodieselproduktion ist Teil der umfangreichen Aktivitäten der Remondis/Saria am Standort Lünen.

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