Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Klimaschutz im Straßenverkehr: Auch für Fahrzeugbestand Maßnahmen ergreifen

Berlin,

Um kurzfristig den Treibhausgasausstoß des Verkehrssektors zu senken, sind Klimaschutzmaßnahmen auch für die derzeit auf den Straßen fahrenden Autos erforderlich. Hierzu gehört die Nutzung von nachhaltig produzieren Biokraftstoffen. Nur so können die europäischen und deutschen Klimaschutzziele erreicht werden. Die heute verkauften Autos fahren durchschnittlich zehn Jahre. Deshalb sind sie nicht betroffen von den jetzt auf europäischer Ebene vorgesehenen Klimaschutzvorgaben für die Automobilindustrie. Regeln für den Flottenverbrauch von Automobilherstellern sowie die ebenfalls diskutierte Quote für Elektrofahrzeuge mindern daher erst langfristig den Treibhausgasausstoß. „Der Verkehrssektor ist ein behäbiger Tanker, ein klimapolitisches Umsteuern dauert folglich sehr lange“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). „Um eine Verringerung von Treibhausgasen kurzfristig zu bewirken, reichen Vorgaben für die Senkung des Kraftstoffverbrauches nicht aus. Die Antriebsenergie muss heute schon in steigendem Maße aus erneuerbaren Quellen stammen, so wie bei Biodiesel und Bioethanol.“ Nachhaltig produzierte Biokraftstoffe senken den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen um etwa 70 Prozent. Sie haben derzeit einen Anteil von rund fünf Prozent am Energieverbrauch im deutschen Straßenverkehr.

Die Elektromobilität wird voraussichtlich bis 2030 eine wichtige Rolle im Individualverkehr einnehmen, während im Schwerlastverkehr vermehrt Biokraftstoffe eingesetzt werden können. Die Bundesregierung rechnet in ihrem Klimaschutzplan damit, dass im Jahr 2030 von den etwa 50 Millionen Fahrzeugen in Deutschland rund sechs Millionen mit einem elektrischen Antrieb fahren werden. Die Elektromobilität kann ihr Potential für den Klimaschutz voll entfalten, wenn sie mit Strom aus Erneuerbaren Energien fährt. „Für den Klimaschutz im Straßenverkehr muss die Politik alle Maßnahmen ergreifen. Das heißt schlicht und einfach: Weniger fossile und mehr erneuerbare Energie. Flottengrenzwerte, Elektromobilität, Biokraftstoffe und Verkehrsreduzierung gehören zusammen“, sagte Baumann.

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