Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Biokraftstoffindustrie fordert vom Europäischen Rat Ziele für die Zeit nach 2020

Berlin,

Die deutsche Biokraftstoffindustrie fordert verbindliche Vorgaben der Europäischen Union für den Verkehrsbereich nach dem Jahr 2020. Der Europäische Rat wird bei seinem Treffen Ende dieser Woche zwar über generelle Klimaziele und die Nutzung Erneuerbarer Energien diskutieren, bisher sind jedoch keine gesonderten Ziele für den Verkehrssektor vorgesehen. „Aufgrund des grenzüberschreitenden Verkehrs und der international ausgerichteten Fahrzeugindustrie brauchen wir harmonisierte europäische Vorgaben für Erneuerbare Energien und Treibhausgasminderung im Straßenverkehr. Europa tut gut daran, an Biokraftstoffen festzuhalten; denn sie sind die einzige in nennenswertem Umfang verfügbare Alternative zu fossilen Kraftstoffen“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Bis zum Jahr 2020 sollen zehn Prozent der im Verkehrssektor genutzten Energie aus Erneuerbaren Energiequellen stammen. Für die Zeit danach gibt es bislang keine europäischen Vorgaben. „Während der Treibhausgasausstoß in allen anderen Sektoren sinkt, steigen die Emissionen im Verkehrsbereich – Grund genug, effizienten und nachhaltigen Biokraftstoffen eine wichtige Rolle bei der Problemlösung zuzubilligen“, sagte Baumann. Der Mobilitätssektor ist derzeit der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen.


Biokraftstoffe haben im Jahr 2013 nach Angaben der vom Bundesumwelt- und Wirtschaftsministerium eingesetzten Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) fünf Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart. Zudem sind sie ein wichtiger Lieferant von eiweißreichem Tierfuttermittel, das ansonsten zum Beispiel aus Südamerika importiert werden müsste. Gemeinsam mit anderen Maßnahmen wie Effizienzsteigerung, Verkehrsverlagerung, Verkehrsreduktion und einer steigenden Bedeutung elekrischer Antriebe könnten Biokraftstoffe eine wesentliche Rolle bei der Energiewende im Mobilitätssektor spielen. Bisher sind jedoch nur Biodiesel und Bioethanol tatsächlich im Einsatz.

 

Die Rohstoffe für höhere Anteile von Biodiesel und Bioethanol am Kraftstoffmarkt sind verfügbar. Nach einer neuen Studie könnten in Europa alleine 16 Prozent des Kraftstoffs aus Abfall- und Reststoffen produziert werden. Zudem sind ausreichend Rohstoffe aus der landwirtschaftlichen Produktion für steigende Biokraftstoffmengen verfügbar. „Der VDB unterstützt ausdrücklich Forderungen nach verbindlichen Effizienzvorgaben. Weniger Kraftstoffverbrauch und mehr nachhaltige Biokraftstoffe machen es möglich, vom umweltgefährdenden fossilen Öl wegzukommen“ sagte Baumann.

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