Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Biokraftstoffindustrie fordert höhere Klimaschutzquote

Berlin,

Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) fordert, dass die ab dem kommenden Jahr geltende Klimaschutz-Quote auf mindestens vier Prozent erhöht wird. Mit dieser Quote wird der Mineralölwirtschaft vorgegeben, um wie viele Prozentpunkte sie den Treibhausgasausstoß von Benzin und Diesel verringern muss. Um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, müssen die Mineralölunternehmen einen Teil der fossilen Kraftstoffe durch emissionsarme Biokraftstoffe ersetzen. Bisher will das Bundeskabinett lediglich eine Minderung um jährlich 3,5 Prozent von der Mineralölindustrie verlangen. „Mit einer solch geringen Quote werden die Möglichkeiten zur Treibhausgasreduktion durch Biokraftstoffe bei weitem nicht ausgeschöpft, denn wir können deutlich mehr leisten“, sagte Robert Figgener, Präsident des VDB. Der Bundestag ist heute in der ersten Lesung mit dem Vorschlag des Bundeskabinetts beschäftigt. „Eine Klimaschutz-Quote verdient ihren Namen nicht, wenn durch sie weniger Treibhausgase eingespart werden, als eigentlich möglich wäre.“

Die Bundesregierung war bisher davon ausgegangen, dass Biodiesel und Bioethanol rund 50 Prozent weniger Treibhausgase emittieren als fossile Kraftstoffe. Allerdings haben die Biokraftstoffhersteller ihre Produktionsprozesse verbessert. Das Potenzial zur Einsparung von  Treibhausgasen ist deutlich größer, als noch vor einigen Jahren angenommen wurde. „Biodiesel aus Raps spart gegenüber fossilem Diesel etwa 60 Prozent Treibhausgase. Bei anderen Rohstoffen wie Biodiesel aus Tier- oder Altspeisefetten liegt der Wert sogar bei über 80 Prozent“, sagte Figgener. Damit muss die Mineralölindustrie deutlich weniger Biokraftstoffe einsetzen, um die Reduktionsziele zu erreichen. „Wir erreichen mit  unseren Produkten hohe CO2-Einsparungen und es wäre eine vertane Chance, wenn diese nicht genutzt würde, um noch mehr Klimaschutz zu erreichen“, sagte Figgener.

Ergänzend fordern die deutschen Biokraftstoffproduzenten, dass die Kontrollen der Angaben zur Treibhausgasreduktion von Biokraftstoffen ausgeweitet werden. Bisher waren diese Angaben für den Preis des Biokraftstoffs nicht von Belang, mit der Klimaschutz-Quote werden sie jedoch zum preisbestimmenden Faktor. „Wir befürchten, dass Biokraftstoffe mit falschen, angeblich hohen Treibhausgasreduktionen nach Deutschland kommen und hierzulande produzierten Biodiesel und Bioethanol verdrängen“, sagte Figgener. Deutschland ist das einzige Land der Europäischen Union, in dem die Klimaschutz-Quote die bisher geltenden Mengenvorgaben für die Nutzung von Biokraftstoffen ablöst. In anderen Mitgliedsstaaten gelten zwingend Mengenvorgaben, für die Klimaschutz-Quote besteht dagegen lediglich eine Berichtspflicht.

 

 

weitere Informationen zur Klimaschutz-Quote finden Sie unter:

http://www.biokraftstoffverband.de/index.php/klimaschutz-quote.html

 

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