Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.
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Ab dieser Ernte gelten neue Regeln für Raps


Berlin, 30.7.2010
Die Rapsernte kann ab diesem Jahr nicht für die Herstellung von Biodiesel verwendet werden, wenn der produzierende Landwirt nicht vor der Auslieferung der Ware erklärt hat, dass er nachhaltig produziert. Auch die Agrarhändler müssen tätig werden und sich nach der neuen Nachhaltigkeitsverordnung zertifizieren lassen.

Ohne den Markt für die Biodieselherstellung würden den Landwirten rund 60 Prozent ihres Raps-Absatzes wegbrechen, Tendenz 2010 steigend. „Wer als Landwirt keine Selbsterklärung abgibt und sich als Betrieb entlang der Herstellungskette nicht zertifizieren lässt, schießt damit wirtschaftlich ein Eigentor“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Mit Sorge haben die Produzenten von Biodiesel zur Kenntnis genommen, dass bisher nur wenige Landwirte eine Selbsterklärung abgegeben haben und sich nur ein verschwindend geringer Anteil der Agrarhändler zertifizieren ließ. In der Folge befürchten die Biokraftstoffhersteller Lieferengpässe für zertifiziert nachhaltig hergestellten Raps. „Wer sich nicht allerspätestens jetzt um die Nachhaltigkeit kümmert, hat am Markt vorbei produziert und bleibt auf seiner Ware sitzen“, sagte Baumann.

Landwirte müssen zum Zeitpunkt der Lieferung des Rapses dem Agrarhändler eine Selbsterklärung übergeben. Der Agrarhändler muss spätestens bei der Auslieferung des fertigen Biodiesels durch den Biokraftstoffproduzenten an den Mineralölkonzern sein Zertifikat vorlegen. In Deutschland gibt es etwa 1500 dieser Agrarhändler. „Wir fordern die Landwirte und Agrarhändler dringend auf tätig zu werden, damit die Biokraftstoffindustrie den Markt mit nachhaltigem und zertifiziertem Biodiesel versorgen kann“, sagte Baumann.

Ihr Ansprechpartner:
Frank Brühning
Pressesprecher
Tel. +49 (0) 30 / 72 62 59 - 54
Fax +49 (0) 30 / 72 62 59 - 19
bruehning@biokraftstoffverband.de

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letzte Änderungen: 20.1.2012 14:36