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Deutsche Biokraftstoffhersteller begrüßen Leitfaden der Europäischen Kommission


Berlin, 10.06.2010
Die deutschen Hersteller von Biodiesel und Bioethanol begrüßen die heute veröffentlichten Vorschriften zur konkreten Umsetzung der Erneuerbaren Energien Richtlinie. Mit diesen wird sichergestellt, dass die europäische Gesetzgebung in diesem Bereich einheitlich ausgestaltet wird, so dass alle europäischen Länder die gleichen Anforderungen an die Zertifzierung von Biomasse stellen. In Deutschland bereiten sich die Hersteller von Biokraftstoffen seit Anfang des Jahres auf die Einführung der deutschen Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung vor. „Wir hatten die europäischen Regelungen bereits Ende letzten Jahres erwartet. Nun hoffen wir, dass damit keine unterschiedlichen Anforderungen an die Zertifizierung auf europäischer Ebene geschaffen wurden“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). „Erste Zertifikate nach dem deutschen System sind bereits erteilt worden. Wenn der neue europäische Leitfaden nun Nachbesserungen für das deutsche System bringen würde, müssten die zertifizierten Unternehmen mit großem finanziellen und zeitlichen Aufwand erneut überprüft werden“, sagte Baumann.

Alle deutschen Hersteller von Biokraftstoffen werden sich zertifizieren lassen. Denn es handelt es sich zwar um eine freiwillige Zertifizierung, jedoch werden nicht zertifizierter Biodiesel und Bioethanol nicht auf die Biokraftstoffquoten angerechnet. Wenn reiner Biodiesel nicht zertifiziert wird, kann er nicht steuerbegünstigt verkauft werden.

„Wir begrüßen insbesondere die Klarstellung der europäischen Definition von Wäldern“, sagte Baumann. Hier hat die Kommission dargestellt, dass Palmölplantagen keine Wälder sind. Die Hersteller von Biokraftstoffen wollen verhindern, dass aufgrund von Flächenkonkurrenz zwischen dem Anbau von Lebensmitteln und Biokraftstoffen bisher unberührte Wälder für die Lebensmittelproduktion verwendet werden. „Es ist dringend erforderlich, dass sich die gesamte landwirtschaftliche Produktion weltweit Nachhaltigkeitskriterien unterzieht, unabhängig davon, ob das Produkt für Bioenergie oder als Nahrungsmittel verwendet wird. Nur auf diesem Weg ist es möglich, unerwünschte indirekte Landnutzungsänderungen auszuschließen“, sagte Baumann.

Ihr Ansprechpartner:
Frank Brühning
Pressesprecher
Tel. +49 (0) 30 / 72 62 59 - 54
Fax +49 (0) 30 / 72 62 59 - 19
bruehning@biokraftstoffverband.de

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letzte Änderungen: 20.1.2012 14:36