|
Seit dem 30. Januar 2009 kann herkömmlichem Diesel sieben Prozent Biodiesel beigemischt werden. Das entspricht einem Absatzmarkt von ungefähr 2,28 Millionen Tonnen. Auf den Absatzmarkt für reinen Biodiesel (B100) entfielen bislang rund 60 Prozent. Allerdings ist dieses Rückgrat der heimischen Biodieselnachfrage bedroht: Eine zunehmende Steuerlast und steigende Rohstoffkosten gefährden die Wettbewerbsfähigkeit des alternativen Kraftstoffes.
Im Jahr 2007 erfolgte die Distribution von B100 zu 50 Prozent über Speditionen, zu sieben Prozent über Tankstellen, und drei Prozent wurden von Landwirten nachgefragt. Etwa 40 Prozent des Absatzes gingen an die Mineralölkonzerne für die erwähnte Beimischung zum mineralischen Diesel.
Produktionskapazitäten
Der Absatzeinbruch schmerzt die deutsche Biokraftstoffindustrie um so mehr, als sie in den vergangenen Jahren – im Vertrauen auf verlässliche politische Rahmenbedingungen – mit Milliardeninvestitionen die weltweit führenden Biodieselkapazitäten aufgebaut hat.
|