Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.
Biodiesel / Herstellung

Partner


Gemeinsam für mehr Erneuerbare Energien:

Agentur für Erneuerbare Energien
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AGQM
Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e.V.
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BBE
Bundesverband BioEnergie e.V.
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BEE
Bundesverband Erneuerbare
Energie e.V.
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EBB
European Biodiesel Board
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EUROSOLAR
Europäische Vereinigung für Erneuerbare
Energien e.V.
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FNR
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
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Ovid
Verband der ölsaaten- verarbeitenden Industrie in Deutschland e.V.
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UFOP
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V.
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Rund um die Herstellung


Biodieselproduktion lässt sich nicht nur auf Kraftstoffe beschränken.

Woraus wird Biodiesel gewonnen?


Die Rapspflanze gilt als wichtigster nachwachsender Rohstoff für die Biodieselproduktion. Ölmühlen verarbeiten die Samen (Ölgehalt ca. 40 bis 45 Prozent) zu natürlichen Rapsöl als Grundlage für den alternativen Kraftstoff. Zudem können sekundäre Rohstoffen wie recycelte Öle oder Fette verwendet werden. Biodiesel verfügt bereits von Natur aus über wertvolle High-Tech-Eigenschaften:

  • hohe Cetanzahl
  • besonders gute Schmierfähigkeit
  • hoher Sauerstoffanteil von elf Prozent sowie
  • fast vollständige Schwefelfreiheit


Landwirte schätzen die Rapspflanze, weil ihre Wurzeln den Boden auflockern und ihn wie kaum eine andere Ackerpflanze mit Nährstoffen anreichert. So fällt der Weizenertrag bis zu zehn Prozent höher aus, wenn auf der Fläche im Vorjahr Raps angebaut wurde.

2008 wurde Raps bundesweit auf 1,4 Millionen ha angebaut. Das entspricht rund zwölf Prozent der zur Verfügung stehenden Ackerfläche. Je Hektar können ca. 1.600 Liter Pflanzenöl produziert werden. Ein Diesel-Pkw kann damit (bei einem Verbrauch von 7 l/100 km) bis zu 20.000 Kilometer zurücklegen. Gleichzeitig liefert ein Hektar Raps ca. 10,6 Mio. Liter Sauerstoff, das entspricht dem Jahresbedarf von vierzig Menschen.


Allerdings sind die Biodieselhersteller aufgrund der verfehlten Förderpolitik gezwungen, neben Rapsöl auch auf günstiges Palm- und Sojaöl zurückzugreifen. Es gilt, die nachhaltige Produktion der Importprodukte durch ein weltweit greifendes Zertifizierungssystem zu gewährleisten.

Wie wird Biodiesel hergestellt?


Bevor der jeweilige Rohstoff als Kraftstoff in Dieselfahrzeugen eingesetzt wird, muss seine Struktur zunächst durch eine einfache chemische Reaktion (Umesterung) veredelt werden: Dem Ausgangsprodukt – Pflanzenöl, recyclete Öle oder Fette – wird Methanol beigemischt. Dieses Gemisch wird dann in Gegenwart eines Katalysators erwärmt. Dabei tauschen Glycerin und Methanol den Platz, und es entstehen drei einzelne Fettsäure-Methylester-Ketten und ein freies Glycerin-Molekül. Anschließend wird in diversen Reinigungsschritten u.a. das überschüssige Methanol durch Destillation wieder entfernt. Erst durch diesen Prozess entfaltet Biodiesel das optimale Fließverhalten und die volle Qualität.

Wertvolle Kuppelprodukte beachten


Besonders hervorzuheben ist: Während des gesamten Herstellungsprozesses bleibt das Prinzip des geschlossenen Stoffkreislaufs erhalten. Bereits bei der Ölsaatenverarbeitung in der Ölmühle wird das Nebenprodukt Rapsschrot als wichtiger Proteinlieferant weiter verwendet: So fällt pro Liter Rapsmethylester (RME) ein Kilogramm hochwertiges Futtermittel an. Bei der Produktion in der Biodiesel-Anlage entsteht durch den Umesterungsprozess neben dem Hauptprodukt Biodiesel auch das wertvolle Nebenprodukt Glyzerin. Auch dieses findet weitere Verwendung, z. B. in der chemischen Industrie.


letzte Änderungen: 26.8.2010 16:58