Rund um die Herstellung
Biodieselproduktion lässt sich nicht nur auf Kraftstoffe beschränken.
Woraus wird Biodiesel gewonnen?
Die Rapspflanze gilt als wichtigster nachwachsender Rohstoff für die Biodieselproduktion. Ölmühlen verarbeiten die Samen (Ölgehalt ca. 40 bis 45 Prozent) zu natürlichen Rapsöl als Grundlage für den alternativen Kraftstoff. Zudem können sekundäre Rohstoffen wie recycelte Öle oder Fette verwendet werden. Biodiesel verfügt bereits von Natur aus über wertvolle High-Tech-Eigenschaften:
- besonders gute Schmierfähigkeit
- hoher Sauerstoffanteil von elf Prozent sowie
- fast vollständige Schwefelfreiheit
Landwirte schätzen die Rapspflanze, weil ihre Wurzeln den Boden auflockern und ihn wie kaum eine andere Ackerpflanze mit Nährstoffen anreichert. So fällt der Weizenertrag bis zu zehn Prozent höher aus, wenn auf der Fläche im Vorjahr Raps angebaut wurde.
2008 wurde Raps bundesweit auf 1,4 Millionen ha angebaut. Das entspricht rund zwölf Prozent der zur Verfügung stehenden Ackerfläche. Je Hektar können ca. 1.600 Liter Pflanzenöl produziert werden. Ein Diesel-Pkw kann damit (bei einem Verbrauch von 7 l/100 km) bis zu 20.000 Kilometer zurücklegen. Gleichzeitig liefert ein Hektar Raps ca. 10,6 Mio. Liter Sauerstoff, das entspricht dem Jahresbedarf von vierzig Menschen.
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