Vorteil Biodiesel
Biodiesel ist ein High-Tech-Kraftstoff, der zahlreiche Vorteile bietet: Ob Qualität, Umwelt- und Ressourcenschutz – Biodiesel ist eine zukunftsweisende Alternative zu mineralischem Diesel und wichtiger Teil des Energiemix von morgen. Entsprechend der Beimischungsquote ist dem in Deutschland vertriebenen Diesel ein siebenprozentiger Anteil Biodiesel beigemischt. Zudem kann reiner Biodiesel (B100) getankt werden, allerdings ist der Absatz aufgrund der anziehenden Steuerbelastung stark zurückgegangen.
B7
B7 ist ein genormter Dieselkraftstoff (DIN 51628), der eine Beimischung von maximal 7 Prozent zu konventionellem Diesel enthält. Alle Diesel-Fahrzeuge können mit dem normgerechten B7 Kraftstoff betankt werden – daher ist B7 auch der geltende Diesel-Regelkraftstoff.
B100 für Nutzfahrzeuge
Grundsätzlich gilt: Bevor Sie B100 tanken, sollten Sie sich vergewissern, ob Ihr Fahrzeug durch den Hersteller für den Einsatz freigegeben ist. Erst dann ist das Tanken von B100 problemlos möglich. Unter Beibehaltung der Fahrzeuggarantie können Sie B100, herkömmlichen Diesel oder eine Mischung aus den beiden Kraftstoffen tanken. Das bedeutet für Sie: hohe Flexibilität und eine einfache Anwendung.
Schauen Sie nach unter Fahrzeugfreigaben oder in der Datenbank der UFOP. Ist Ihr Fahrzeug nicht freigegeben, so besteht die Gefahr, dass Biodiesel die Gummiteile Ihres Fahrzeugs angreift und diese aufquellen. Dies kann zu Undichtigkeiten im Krafstoff-System führen – daraus resultierende Defekte an der Einspritzpumpe können kostspielige Reparaturen zur Folge haben. Deshalb werden nicht freigegebene Fahrzeuge auf eigene Verantwortung des Fahrers betrieben. Die Fahrzeuggarantie verliert ihre Gültigkeit.
B100 für Pkw
Fahrzeuge ab Euro 4 sind nicht mehr für reinen Biodiesel zugelassen. Altfahrzeuge können mit B100 betankt werden, wenn sie vom Hersteller dafür freigegeben sind.
Was Sie bei der Umstellung auf B100 noch beachten sollten: Biodiesel wirkt wie ein Lösungsmittel und kann deshalb alte Dieselkraftstoffablagerungen freisetzen. Diese können zu Filterverstopfungen führen, so dass bei der erstmaligen Umstellung auf Biodiesel nach einigen Tankfüllungen der Kraftstofffilter ausgewechselt werden sollte. Dies gilt auch für freigegebene Fahrzeuge, die bisher nur mit mineralischem Diesel betrieben wurden. Ebenso kann Biodiesel in seltenen Fällen zu einer Verdünnung des Motoröls mit Kraftstoff führen. Ölwechselintervalle sollten daher entsprechend den Herstellerangaben eingehalten werden.
Kein Hindernis stellen die Feinstaubfilter dar. Die Nachrüstsysteme namhafter Hersteller sind für den Betrieb mit Biodiesel freigegeben.
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